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Skincare

AHA, BHA, PHA: welche Säure für welche Haut

6. Juli 20266 Min.Von Redaktion

AHA, BHA oder PHA? Welches Säure-Peeling zu deiner Haut passt, wie du es sicher einsetzt und wann ein Peeling im Studio in Heidelberg sinnvoll ist.

Säure klingt nach starkem Geschoss, meint in der Hautpflege aber das Gegenteil von aggressiv: ein sanftes, gezieltes Ablösen abgestorbener Hautzellen. Die Kürzel AHA, BHA und PHA stehen für drei Familien mit unterschiedlichen Stärken und Einsatzgebieten. Welche Säure zu welcher Haut passt, was sie jeweils kann und wie du sie ohne Reizung einsetzt — der geordnete Überblick.

Was ein Säure-Peeling eigentlich macht

Chemische Peelings lösen die Verbindungen zwischen abgestorbenen Zellen an der Hautoberfläche, sodass sich diese gleichmäßig ablösen. Anders als ein mechanisches Rubbel-Peeling arbeiten sie ohne Körnchen und damit ohne Mikro-Kratzer. Das Ergebnis ist ein glatterer, klarerer Teint und eine Haut, die nachfolgende Pflege besser aufnimmt. Entscheidend ist nicht möglichst viel Säure, sondern die passende Art in der richtigen Dosierung.

AHA — für Oberfläche, Teint und Glätte

AHAs (Alpha-Hydroxysäuren) wie Glykol- oder Mandelsäure sind wasserlöslich und wirken vor allem auf der obersten Hautschicht. Sie glätten die Textur, mildern einen fahlen Teint und können mit der Zeit oberflächliche Pigmentflecken abschwächen. Weil sie zugleich Feuchtigkeit binden, eignen sie sich gut für trockene und reifere Haut. Mandelsäure hat größere Moleküle, dringt langsamer ein und gilt als die mildere Wahl für empfindlichere Haut.

BHA — für unreine und fettige Haut

Die bekannteste BHA (Beta-Hydroxysäure) ist Salicylsäure. Ihr Vorteil: Sie ist öllöslich und gelangt dadurch in die Pore, wo sie überschüssigen Talg und Verhornungen löst. Das macht sie zur ersten Wahl bei fettiger Haut, Mitessern und zu Unreinheiten neigendem Hautbild. Nebenbei wirkt sie leicht beruhigend, was gerötete, unreine Partien profitieren lässt.

PHA — die sanfte Alternative

PHAs (Polyhydroxysäuren) wie Gluconolacton sind gewissermaßen die jüngeren, milderen Geschwister der AHAs. Ihre Moleküle sind deutlich größer, dringen langsamer ein und reizen dadurch kaum. Sie exfolieren spürbar sanfter und binden zusätzlich Feuchtigkeit. Für sehr empfindliche Haut, für Rosazea-Neigung oder als Einstieg in die Welt der Säuren sind sie oft die verträglichste Option.

Welche Säure für welche Haut

Als grobe Orientierung, welcher Typ zu welchem Anliegen passt:

  • Trockene oder reife Haut — AHA (Glykol- oder Mandelsäure) für Glätte, Teint und mehr Geschmeidigkeit.
  • Fettige oder unreine Haut — BHA (Salicylsäure), weil sie in der Pore arbeitet und Talg löst.
  • Empfindliche Haut — PHA (Gluconolacton) als sanfteste Exfoliation mit Feuchtigkeitsbonus.
  • Mischhaut — je nach Zone kombinierbar, oft BHA an der T-Zone und eine mildere Säure an den Wangen.

So setzt du Säure-Peelings sicher ein

Weniger ist hier zuverlässig mehr. Beginne mit ein- bis zweimal pro Woche und steigere nur, wenn die Haut entspannt bleibt. Säuren gehören abends nach der Reinigung auf die trockene Haut, gefolgt von einer aufbauenden Pflege. Kombiniere nicht mehrere Aktiv-Peelings am selben Abend und lass Retinol und Säure lieber an verschiedenen Tagen wirken. Und weil frisch exfolierte Haut lichtempfindlicher ist, ist täglicher Sonnenschutz am Morgen Pflicht — nicht Kür.

Wann sich das Studio lohnt

Heimpflege hält die Haut in Form; ein professionelles Peeling geht eine Stufe tiefer und kontrollierter. Im Studio lassen sich Konzentration und Einwirkzeit exakt auf deine Haut abstimmen — das ist besonders bei hartnäckigen Unreinheiten, ungleichmäßigem Teint oder ersten Fältchen sinnvoll. Welche Säure und welche Intensität wirklich zu dir passen, zeigt sich am zuverlässigsten mit Blick auf die Haut selbst.

Den Anfang macht deshalb am besten eine professionelle Hautanalyse, die Hauttyp, Barriere und Anliegen klärt. Darauf abgestimmt bauen wir Pflege und Peeling auf — auch unsere Facilité-Pflege folgt diesem Prinzip aus Barriere, Feuchtigkeit und gezielten Wirkstoffen. Einen Termin oder eine Beratung vereinbarst du telefonisch oder über unser Kontaktformular.

Häufige Fragen

Ein mechanisches Peeling trägt abgestorbene Zellen mit Körnchen oder Bürsten ab, ein chemisches löst sie mit Säuren. Chemische Peelings arbeiten gleichmäßiger und ohne die Mikro-Kratzer, die grobe Scrubs hinterlassen können.

Grundsätzlich ja, aber selten nötig und für empfindliche Haut schnell zu viel. Besser ist, die Säuren auf verschiedene Tage zu verteilen oder gezielt nach Zone einzusetzen — etwa BHA an der T-Zone, AHA an trockeneren Partien.

Salicylsäure (BHA) ist hier am wirkungsvollsten, weil sie öllöslich ist und in der Pore Talg und Verhornungen löst. Sichtbar wird der Effekt bei regelmäßiger, milder Anwendung über mehrere Wochen, nicht über Nacht.

Kurzes, leichtes Kribbeln ist normal, anhaltendes Brennen oder Rötung ein Zeichen, dass Konzentration oder Häufigkeit zu hoch waren. Dann eine Pause einlegen, auf beruhigende, aufbauende Pflege setzen und die Frequenz reduzieren.

Ja, sofern du konsequent Sonnenschutz verwendest. Frisch exfolierte Haut ist lichtempfindlicher, weshalb täglicher UV-Schutz gerade in der sonnenreichen Zeit unverzichtbar ist.

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